Regionaltreffen Münster: Teilhabe und Selbstbestimmung

Selbstbestimmung, Arbeit und Barrierefreiheit: Lebenshilfe NRW diskutiert Umfrageergebnisse in Münster

Am 13. Juni 2026 fand im Benno Haus in Münster das zweite Regionaltreffen für Lebenshilfe Räte und Selbstvertreter:innen statt. Rund 25 Teilnehmende aus den Lebenshilfen in Münster, im Kreis Steinfurt sowie der Lebenshilfe Castrop-Rauxel, Oer-Erkenschwick, Datteln, Waltrop kamen zusammen, um die Ergebnisse der Umfrage der Lebenshilfe NRW zur Kampagne #TeilhabeIstMenschenrecht zu diskutieren.

Menschen mit Behinderung wollen Teil der Gesellschaft sein – auf Augenhöhe

Die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein deutliches Bild: Menschen mit Behinderung nehmen sich bislang nicht als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft wahr. Sie wollen selbst bestimmen, mitbestimmen und Verantwortung übernehmen – in ihrem Alltag, in ihrer Arbeit und in ihrem sozialen Umfeld. Dieses Bedürfnis nach echter Teilhabe zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung.

Das erste Regionaltreffen hatte bereits im Rahmen der Kampagne in Viersen stattgefunden.

Arbeit in der Werkstatt – und darüber hinaus

Ein zentrales Thema des Treffens war die Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und der Wunsch einiger Teilnehmender, sich auch außerhalb der Werkstatt auszuprobieren und zu arbeiten. Landesvorstandsmitglied Daniela Sahnau und Peer-Berater Max Haberland unterstützten gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden diejenigen, die diesen Schritt wagen möchten – mit konkreten Tipps und Wegen, wie eine Beschäftigung außerhalb der Werkstatt gelingen kann.

Gerechte Bezahlung: Ein längst bekanntes Problem ohne Lösung

Auch die Frage nach einer gerechteren Bezahlung von Arbeit stand auf der Agenda. Für viele Menschen mit Behinderung ist das Arbeitsentgelt in Werkstätten nach wie vor nicht existenzsichernd – eine Situation, die echte gesellschaftliche Teilhabe erschwert. Eine Teilnehmerin brachte die Frustration vieler auf den Punkt: Das Thema sei seit Jahren bekannt, doch es passiere zu wenig.

Mehr Barrierefreiheit als Grundvoraussetzung

Darüber hinaus wurde der Wunsch nach mehr Barrierefreiheit – in öffentlichen Räumen, im Arbeitsleben und in der Kommunikation – als grundlegende Voraussetzung für echte Inklusion benannt. Barrierefreiheit ist kein Sonderwunsch, sondern ein Menschenrecht.

Die Regionaltreffen der Lebenshilfe NRW sind Teil der Kampagne #TeilhabeIstMenschenrecht der Lebenshilfe, mit der der Verband gemeinsam mit Menschen mit Behinderung für mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe eintritt.

Treffen in Münster: Menschen mit Behinderung reden über ihr Leben

Am 13. Juni 2026 gab es ein Treffen in Münster.
Das Treffen war im Benno Haus.
Rund 25 Menschen haben mitgemacht.

Die Menschen kommen von verschiedenen Lebenshilfen in NRW:

  • Lebenshilfe Münster
  • Lebenshilfe Kreis Steinfurt
  • Lebenshilfe Castrop-Rauxel, Oer-Erkenschwick, Datteln, Waltrop

Worum ging es bei dem Treffen?

Die Lebenshilfe NRW hat vorher viele Menschen befragt.
Die Fragen waren über das Leben von Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel:

  • Was bedeutet Teilhabe für Sie?
  • Was fehlt Ihnen zur Teilhabe?
  • Was könnte besser werden?

Bei dem Treffen haben die Menschen über die Antworten geredet.

Was haben die Menschen gesagt?

Viele Menschen mit Behinderung sagen:
Wir gehören nicht wirklich dazu.
Wir wollen selbst entscheiden.
Wir wollen mitbestimmen.
Wir wollen Verantwortung übernehmen.

Thema: Arbeit

Viele Menschen arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Das nennt man WfbM.
Manche Menschen möchten auch außerhalb der Werkstatt arbeiten.
Daniela Sahnau ist im Vorstand der Lebenshilfe NRW.
Max Haberland ist Peer-Berater.
Sie haben anderen Menschen geholfen.
Sie haben erklärt: So kann Arbeit außerhalb der Werkstatt klappen.

Thema: Bezahlung

Menschen mit Behinderung arbeiten viel.
Aber sie bekommen oft sehr wenig Geld.
Das ist nicht gerecht.
Eine Teilnehmerin hat gesagt:
Das Thema ist schon lange bekannt.
Aber es ändert sich zu wenig.

Was ist die Kampagne?

Die Lebenshilfe hat eine Kampagne.
Die Kampagne heißt: #TeilhabeIstMenschenrecht
Teilhabe bedeutet:
Alle Menschen können mitmachen.
In der Schule, bei der Arbeit und im Alltag.

Ein Treffen gab es schon in Viersen.
Mehr über das Treffen in Viersen

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